Landesmeisterschaften Löschangriff nass Drucken

Auch unser Team des Löschangriffes nahm sehr erfolgreich an den Landesmeisterschaften in Teutschental teil. Mit einer Zeit von 24.24 sek belegten sie den 3. Platz in dieser Disziplin. Dieser Platzierung ließ sich schon erahnen, da unser Team sich den Kreismeisterteitel sichern konnte.

Gratulation für die tolle Leistung. Und weiterhin viel Erfolg.

 

 

 

Weitere Worte (Quelle Volksstimme)

Teutschenthal l Noch immer können es die Männer der Wettkampfgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rübeland nicht glauben, was da am Sonnabend in Teutschenthal im Saalekreis passiert ist.

Neben der Vertretung aus Hasselfelde, ging das Septett aus Rübeland mit weiteren 24 Männermannschaften an den Start im sogenannten Löschangriff nass. Ziel dieses Wettbewerbes ist es, in einer rasend schnellen Zeit im Sekundenbereich eine Strecke zwischen Wasserbehälter mit Sauglängen, Pumpe, Schläuchen und Strahlrohren aufzubauen, um ein Zielgerät mit einer bestimmten Menge an Wasser zu füllen. Rote Warnleuchten zeigen dies an und stoppen somit die Zeit. Gelaufen wird auf zwei Bahnen nebeneinander und gegeneinander. Die Länge einer Bahn vom Wasserbehälter bis zur Linie von der mit dem Strahlrohr gezielt werden muss, beträgt etwa 100 Meter.

Auch die Frauenmannschaft der Feuerwehr Stadt Oberharz am Brocken ging in dieser Disziplin an den Start und duellierte sich unter gleichen Bedingungen mit 14 weiteren Damenteams aus ganz Sachsen-Anhalt. Bei den Landesmeisterschaften treffen sich die besten Vertretungen des Bundeslandes.

Dass der Harz hier einige der besten Formationen hat, war schon länger bekannt. Alle drei Teams gehen regelmäßig bei Wettkämpfen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg an den Start. So gibt es verschiedene Wertungsklassen, wie den TGL-Cup oder den Sachsen-Anhalt-Pokal, in denen die Oberharzer meist mit vorn zu finden sind.

Für den Erfolg harte Arbeit in vielen Übungsstunden

All diesen Erfolgen gehen eine Menge harter Arbeit und viele Übungsstunden voraus. Natürlich neben den normalen Ausbildungseinheiten in den jeweiligen Heimatwehren. Eine ganz besondere Art von Kameradschaft herrscht unter diesen Frauen und Männern. Von Konkurrenz ist nie etwas zu spüren, nur bei den Wettkämpfen selbst. Und auch dann feuern sich die ehrenamtlichen Brandschützer untereinander an und helfen mal unter einander aus, wenn ein Teammitglied arbeitsmäßig verhindert oder krank ist.

„Oberharz“ ist in jedem Fall immer vertreten, sagt David Fehsecke von der Rübeländer Feuerwehr und Fachbereichsleiter Wettbewerbe im Kreisfeuerwehrverband Harz. Er und Mario Hildebrandt (auch Feuerwehr Rübeland) sind die Köpfe dieser drei Wettkampfteams. Sie kitzeln aus den Faktoren Mensch, Material, Technik und Tempo das Bestmögliche heraus, um Spitzenzeiten wie in Teutschenthal zu erreichen. Da werden wenige Tage vorher noch Videos im Internet von anderen Teams angeschaut, um noch irgendwo Optimierungspotenzial für die eigene Truppe zu finden und diese dann umzusetzen.

Aber mit Technik meinen die beiden nicht nur das Material, sondern auch die Fertigkeiten der einzelnen Teammitglieder. Welchen Handgriff kann man verbessern und schneller machen? Und all diese monate- und teils jahrelange Arbeit hat sich ausgezahlt. Mit einer Zeit von 22,87 Sekunden holten sich die Rübeländer den Siegerpokal und fuhren als Landesmeister nach Hause. Dass sie dies tun würden, ahnten sie nicht. Aber ein Platz auf dem Treppchen sollte es schon sein, so Mario Hildebrandt. Im Übrigen war es sogar der erste Titelgewinn einer Feuerwehr des Kreisfeuerwehrverbandes Harz und früheren Kreisfeuerwehrverbandes Wernigerode

Die Freude und der Stolz darüber waren riesig. Da blieb auch das eine oder andere Auge der Aktiven nicht trocken.

Nicht nur die Rübeländer Brandschützer konnten sich freuen. Auch die Hasselfelder Männer und die Oberharzer Frauen nahmen einen Pokal mit in die Heimat. Beide Teams belegten den dritten Platz in ihrer Wertung. Die Hasselfelder mit einer Zeit von 24,25 Sekunden und die Damen der Stadt Oberharz am Brocken in 32,46 Sekunden.

Höhepunkt der Saison folgt auf der Insel Poel

Eine der ersten Gratulanten waren ich als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Harz und Rübelands Ortswehrleiter Mario Kulp. Wir reisten mit den Teams nach Teutschenthal, um vor Ort die Daumen zu drücken. Der Stadtwehrleiter Oberharz am Brocken, Dirk Rieche, und sein Stellvertreter Ralf Linke schauten ebenfalls im Rübeländer Gerätehaus vorbei um zu gratulieren.

Auch Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse übermittelte seine Glückwünsche und zeigte sich stolz, dass drei „Pötte“ in den Harz gingen. Bereits im Vorfeld hatte er die Teams beim Training besucht. Als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, welcher Ausrichter der Landesmeisterschaften im Löschangriff nass war, wünschte er zwar allen Teams Glück für die Wettkämpfe. Sein Herz schlägt aber natürlich etwas mehr für den Heimatkreis.

Eine kleine Feier der drei Teams gab es bereits im Anschluss im Gerätehaus in Rübeland. Dort warteten einige Kameraden und Familienangehörige. Wer nun denkt, dass sich die Frauen und Männer jetzt ausruhen, der irrt gewaltig. Bereits am kommenden Wochenende steht wieder ein Wettkampf an. Den Höhepunkt im Terminkalender der Löschangriffprofis bildet immer noch der Inselpokal auf Poel (Mecklenburg-Vorpommern) Ende September.

Dort gehen aus dem gesamten Bundesgebiet weit über 120 Mannschaften an den Start. Das Saisonende bildet ein sogenannter Nachtlauf bei Flutlicht. Wie David Fehsecke sagt, sind die Bedingungen dadurch nochmal einen Schwierigkeitsgrad höher. Aber auch hier werden die Teams ihr Bestes geben, um danach die Löschangriff-saison 2017 zu beenden.