Kamerdaden im Hochwassereinsatz Drucken

Kameraden der Hasselfelder Feuerwehr im freiwilligen Hochwassereinsatz

Am Sonnabend dem 09.06.2013 fuhren 21 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Hasselfelde auf freiwilliger Basis in das Hochwassergebiet von Sachsen- Anhalt.Da die Feuerwehrtechnik zur Sicherstellung des Brandschutzes im Gerätehaus bleiben musste, unterstützen der Skiverein Hasselfelde, das Autohaus Maschke und die Firma Weimann die Kameraden durch die Bereitstellung von Kleinbussen.

Durch vorherige Anfrage bei der technischen Einsatzleitung Wolmirstedt, wussten wir, dass in der dortigen Sandgrube Kräfte für das Füllen von Sandsäcken benötigt wurden. Nach Meldung in der TEL, trafen wir bereits im Bereitstellungsraum auf bekannte Feuerwehrkameraden aus der Stadt Osterwieck, welche ebenfalls freiwillig, allerdings mit Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr unterwegs waren. In der Sandgrube wurden wir bereits vom Truck- Trail- Team Oberharz empfangen. Das Trail Team war dort mit seinem Tatra 815 von Freitagabend bis Sonntag im Einsatz.
Der Vormittag verging mit dem Füllen von Sandsäcken. Gleichzeitig stellten sich in der Grube etwa 150 freiwillige Helfer, ganze Familien, eine Schulklasse, Reservisten und viele andere Helfer ein. Noch vor dem Mittag warteten etwa 20 000 Sandsäcke auf Abholung.
Da an dieser Stelle genügend Helfer vorhanden waren, entschied die Einsatzleitung die Feuerwehrleute aus dem Harz nach Magdeburg zu verlegen.
In Magdeburg bekamen wir den Auftrag, uns in der TEL der Feuerwehr Braunschweig am Hafen Rothensee zu melden. Noch während der Abgabe der Stärkemeldung wurden wir dort abgezogen und zum Umspannwerk Rothensee am August-Bebel-Damm verlegt, da dort die Lage zu eskalieren drohte. Nach einem Deichbruch im Hafen lief das Wasser über die Straße und von hinten durch das Wohngebiet in das Umspannwerk, welches für die Versorgung großer Teile von Magdeburg mit Strom verantwortlich ist.
Bis gegen 20 Uhr bauten wir zusammen mit Feuerwehrkameraden aus Nordrhein- Westfalen, Soldaten der Bundeswehr und freiwilligen Helfern eine Sandsackwall um das Umspannwerk. Die Berufsfeuerwehr Hannover installierte im Inneren des Sandsackwalls eine Hochleistungspumpe (HFS) mit einer Leistung von 8000 l/ min. Beim Instellungbringen der Saugeinrichtung und dem Verlegen der F-Schläuche halfen unsere Kameraden. Das anfangs knöchelhoch vor dem Wall stehende Wasser stand abends schon so hoch, dass es uns von oben in die Stiefel lief.
Abgelöst wurden wir schließlich von Feuerwehrkräften der Bereitschaft des Kreises Steinfurt und der Soldaten der Bundeswehr, so dass wir nach einer Stärkung aus der Feldküche der Steinfurter Kameraden gegen 21.00 Uhr den Heimweg antraten.